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Das aus den frühen 80er Jahren stammende Gebäude wurde in Sachen Design und Technik auf den neuesten Stand...
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Sanierung Bürogebäude Die Mobiliar
Bild
Marcus Wyss
Leiter Immobilien der Mobiliar
“Von Anfang an stand fest, dass wir zukunftsgerichtet umbauen wollen”.
Gesamterneuerung der Fassaden

Das aus den frühen 80er Jahren stammende Gebäude wurde in Sachen Design und Technik auf den neuesten Stand gebracht. Das Hauptziel der Renovierung ist die Erneuerung der Haustechnik sowie die gestalterische und technische Modernisierung der Büros und der Gemeinschaftsbereiche: Empfang, Pausenräume und Cafeteria. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die komplette Renovierung der Fassade, die dem Gebäude ein neues, markantes und unverkennbares Erscheinungsbild verleiht. Die Glaslamellen sind an den Südfassaden mit Photovoltaikzellen ausgestattet und werden über einen Motor gesteuert, der sie je nach Sonnenstand reguliert. Sie stellen ein innovatives Gestaltungselement dar und dienen gleichzeitig als Sonnenschutz und Energielieferant. Städtebaulich wirkt das Fassadenkonzept mit Glaslamellen beruhigend auf das Gebäude, das ohnehin schon durch seine Form relativ komplex ist. Diese vertikal angeordneten Lamellen drehen sich je nach Sonnenstand. Die Dünnschichtzellen sind halbtransparent, so dass eine ausreichende Verschattung gegeben ist, aber trotzdem eine gewisse Transparenz zwischen und durch die Lamellen erhalten bleibt.

Grundriss des Obergeschosses.

Neuer Outdoor-Lounge-Bereich.

Das Gebäude der Mobiliar (Schweiz) in Bern vor der Sanierung.

Gebäudemerkmale
  • Gebäudetypologie
    Bürogebäude
  • Bauart
    Sanierung
  • Baujahr
    Ende 80er Jahre, Renovierung 2013-2017
  • Energy reference surface
    12384 m²
  • Energieverbrauch
    k/A
  • Energielabel
    Minergie-P BE-588-P
Bild
Architekt Daniel Meyer
GWJ Architektur AG
“Für die Umsetzung der Vision der Bauherrschaft liessen wir uns von erprobten Elementen inspirieren, welche wir neu kombiniert interpretiert haben”.
Energie
Energieertragsfläche 455m² 1384m²
Wirkungsgrad <50% <50%
Nominalleistung 76 kWp 74 kWp
Installationsort Flachdach Sonnenschutzvorrichtung
Speicherung
Energieproduktion
0
kWh
Quelle: GWJ Architektur AG
Eigenverbrauch
40%
Gebäudehülle
  • Bauart
    Standardmodule werden auf ein Metallträgersystem verlegt.
  • Beschreibung
    Auf dem Flachdach verlegte kristalline Photovoltaikmodule ergänzen die Energieerzeugung der PV-Lamellen.
  • U-Wert
    k/A
  • Fixierungssystem
    Durchgehendes Befestigungssystem (Aluminiumschienen)
  • Weiteres

Luftansicht des Gebäudes

  • Bauart
    Sonnenschutz aus Dünnschicht-Lamellen
  • Beschreibung
    Betonwände isoliert mit einem Belag aus Mineralwolle.
  • U-Wert
    k/A
  • Weiteres
    Der Rücksprung in der Fassade wird begradigt, was nicht nur städtebaulich zu einer Verbesserung führt, sondern auch die Statik hinter die Dämmschicht verlagert.

Die Kabel wurden in die Bauteile integriert, so dass sie nicht sichtbar sind.

Dünnschicht-Photovoltaikmodule aus halbtransparentem amorphem Silizium.

  • Bauart
    Fenster und Glaslamellen als Sonnenschutz
  • Beschreibung
    Dreifachglas mit Aluminiumrahmen
  • U-Wert
    k/A
  • Weiteres
    Die Dünnschicht-PV-Lamellen weisen einen Sonnenschutz mit einer Transparenz von ca. 20% auf, was dem g-Wert eines textilen Sonnenschutzes entspricht.

Da die meisten PV-Dünnschichtzellen auf der Basis von amorphem Silizium zu einer violett-braunen Farbe neigen, wurde dieser Farbton in das Fassadendesign aufgenommen.

Städtebaulich wirkt das Konzept der Lamellenfassade beruhigend auf das Gebäude, so dass es sich perfekt in das bestehende Stadtgefüge integriert.

BIPV-Modul
  • Hersteller
    Antec Solar GmbH
  • Zelltechnologie
    Amorphes Silizium
  • Frontdeckschicht/Massanfertigung
    8 mm gehärtet (extra klar) + 3.2 mm PV + 8 mm gehärtet. Transparenz ca. 20%.
  • Zellfarbe
    Violett-braun
  • Dimensionen
    Typ 1 –> 2370x450mm, Typ 2 –> 2570x450mm,
    Typ 3 –> 3030x450mm, Typ 4 –> 2080x450mm
  • Spezifische Leistung
    Ca. 57 Wp/m²
  • Spezifisches Gewicht
    k/A
Technische Details

Das Gebäude hat eine hochisolierende Gebäudehülle mit einer entsprechenden Dreifachverglasung, die weit mehr als eine übliche Minergie-Hülle ist. Die Lamellenfassade dient nicht nur als Sonnenschutz, denn diese gut besonnte Fassade erzeugt auch Strom. Die Glaslamellen sind geschosshoch, 45 cm breit und passen sich motorgesteuert dem Stand der Sonne an.

Projektion
Hotspot image
Vertikalschnitt
Hotspot image
Kosten
  • Fassadenkosten total
    8’300’000 CHF (Quelle Beri Müller Partner GmbH)
  • Kosten pro m³ 
    k/A

Die Lamellen sind geschosshoch, 45 cm breit und passen sich motorgesteuert dem Stand der Sonne an.

Beteiligte
  • Eigentümer
    Die Mobiliar (Schweiz)
  • Architekt
    GWJ Architektur AG
  • Ingenieurbüro
    Emch + Berger AG
  • Fassadenplaner
    Buri Müller Partner GmbH
  • Photovoltaik-Beratung
    Ingenieurbüro Hostettler
  • Hersteller der Elemente Curtain Wall
    Colt International (Schweiz) AG
  • Gebäudephysik
    Gartenmann Engineering AG
  • Fotos
    Kaspar Martig
Auszeichnungen

  • Publikationen


Solarchitecture

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