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543 Hortus
  • Standort
    Basel, Schweiz
  • Architekt
    Herzog & de Meuron
  • Fertigstellung
    2025
Ein radikal nachhaltiges Bürogebäude in Basel

Hortus ist ein Plusenergie-Bürogebäude in Basel, das von Herzog & de Meuron als ein vollständig integriertes System konzipiert wurde, in dem Architektur, Materialien und Energiekonzepte zusammenwirken. Das Projekt besteht aus einer kompakten Holzkonstruktion mit geringem eingebettetem CO₂-Gehalt und basiert auf einem ganzheitlichen Planungsansatz, der darauf abzielt, die Auswirkungen über den ganzen Lebenszyklus hinweg zu minimieren. Die Photovoltaikanlagen sind über das gesamte Gebäude verteilt und bestehen aus einer grossen Anlage auf dem Dach sowie weiteren Installationen entlang der Brüstungen, wodurch vor Ort mehr erneuerbare Energie erzeugt wird, als für den Gebäudebetrieb benötigt wird. In diesem Sinne lässt sich Hortus als „regenerativ“ bezeichnen, da es einen Energieüberschuss erzeugt und die beim Bau verbrauchte Energie im Laufe der Zeit wieder ausgleicht.

Der kompakte Baukörper ist um ein zentrales Atrium  angeordnet; ein Innenhof mit Garten, der zu den Gemeinschaftsräumen im Erdgeschoss führt.

Anstatt sich auf einen prägenden Fassaden-BIPV-Ansatz zu stützen, integriert Hortus Photovoltaikanlagen in das gesamte Gebäude und kombiniert eine grosse Dachanlage mit weiteren Installationen entlang der Brüstungen als Teil eines umfassenden Energiekonzepts.

Innenansicht, die die sichtbare Holzkonstruktion und die flexibel nutzbaren Gemeinschaftsbereiche in den Blickpunkt rückt; Interaktion und kollaboratives Arbeiten sollen hier gefördert werden.

Gebäudemerkmale
  • Gebäudetypologie
    Bürogebäude
  • Bauart
    Neu
  • Bruttogeschossfläche (BGF)
    14.100 m²
  • Energieverbrauch
    Hortus erreicht einen Netto-Null Emissionsbetrieb mit einem Energiebedarf von etwa 33 kWh/m²·Jahr und einer vor Ort erzeugten erneuerbaren Energie von etwa 66 kWh/m²·Jahr, wodurch ein Energieüberschuss gegenüber dem eigenen Betriebsbedarf entsteht.
  • Energiestandard
    k/A
Energie
Energieertragsfläche 5’000 m² (Dach und Fassaden)
Wirkungsgrad
Nominalleistung k/A (ca. 1 MWp; verfügbare Photovoltaikfläche als Schätzungsgrundlage)
Gebäudehülle Dach und Brüstungen (auf dem Dach installierte Photovoltaikanlage – BAPV – ergänzt durch Photovoltaikelemente in den Brüstungen) 
Energieproduktion
0
kWh
66 kWh/m²·Jahr (Energiebezugsfläche nach SIA-Norm)
Eigenverbrauch
Teilweiser Eigenverbrauch mit wichtigem PV-Exportüberschuss
0%
Gebäudehülle
  • Bauart
    Grosse Photovoltaikanlange auf Flachdach (BAPV)
  • Beschreibung
    In eine Holzkonstruktion integriertes Flachdach, mit mehrschichtiger Dämmung und einer Photovoltaikanlage, die den Grossteil der Dachfläche abdeckt.
  • U-Wert
    k/A
  • Fixierungssystem
    k/A (vermutlich eine Photovoltaikanlage, die auf einer Standard-Unterkonstruktion installiert ist)
  • Bauart
    Holzfassade mit Photovoltaikelementen, die in Brüstung integriert sind
  • Beschreibung
    Mehrschichtiges Fassadensystem basierend auf einer modularen Holzkonstruktion mit Isolation (vermutlich aus Zellulose) und repetitiven Fensteröffnungen; selektiver Einbau von Photovoltaikelementen entlang der Brüstungen
  • U-Wert
    k/A
  • Fixierungssystem
    k/A
  • Weiteres
    Diskrete Integration der Photovoltaikanlage; die Fassade folgt einer modularen und materialeffizienten Logik; Abstimmung zwischen Tragwerk, Öffnungen und Sonnenschutz; Prinzipien der Kreislaufwirtschaft (Trockenbauweise, wiederverwendbare Bauteile)

Die Fassade wurde in vollem Einklang mit dem Baukonzept entwickelt und ist Teil der architektonischen Ausdrucksform.

Detail der oberen Fassadenfläche, das die Integration der Module und den Dachüberstand als Sonnenschutz zeigt.

  • Bauart
    Fenster (durchgehende horizontale Öffnungen)
  • Beschreibung
    Hochleistungs-Verglasungssystem, integriert in eine Holzfassade; vermutlich Dreifachverglasung mit Holzrahmen (entsprechend dem Gebäudekonzept)
  • U-Wert
    k/A
  • Weiteres
    In Abstimmung mit dem strukturellen Gebäuderaster wurde ein hoher Anteil an Fensterflächen im Verhältnis zur geschlossenen Fläche vorgesehen, um die natürliche Beleuchtung und den Blickkontakt zum zentralen Atrium und nach aussen zu fördern.

Vor-Ort-Verdichtung von Lehm innerhalb vorgefertigter Holzmodule, wodurch das für das Projekt entwickelte hybride Holz-Lehm-Deckensystem entsteht. Die verdichtete Erdschicht sorgt für thermische Masse und Feuerbeständigkeit und reduziert gleichzeitig die graue Energie des Gebäudes.

BIPV-Modul
    Technische Details

    Die Gebäudehülle von Hortus ist als modulares und materialeffizientes System konzipiert, das in die ganze Holzkonstruktion integriert ist. Die regelmässige Struktur des Rasters bestimmt den Rhythmus der Fassade und kombiniert repetitive Fensterelemente mit einer mehrschichtigen Konstruktion aus Holz, Zellulosedämmung und anderen natürlichen Materialien.
    Die Fassade ist als diskretes, aber in hohem Masse koordiniertes System konzipiert, bei dem Struktur, Öffnungen und Verschattungen innerhalb einer kohärenten architektonischen Logik aufeinander abgestimmt sind. Die Photovoltaikelemente sind selektiv entlang der Brüstungen integriert, während die primäre Energieerzeugung auf dem Dach platziert ist, wodurch sich die Solarenergiestrategie dezentral und nicht dominierenden zeigt.
    Die Hülle und die Tragstruktur wurden nach den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft entwickelt, mit trockenen Verbindungen und Holzverbindungen, die eine Demontage und Wiederverwendung ermöglichen. Alle Komponenten sind als Teil eines reversiblen Bausystems konzipiert, das langfristige Materialkreisläufe und Anpassungsfähigkeit unterstützt.

    Vertikalschnitt

    Detailansicht der Fassade, die das mehrschichtige Fassadensystem zeigt, einschliesslich der Holzkonstruktion, der Integration der Fenster und der integrierten Photovoltaikelemente entlang der Brüstung.

    Kosten
    • Gesamtkosten des Gebäudes
      Keine öffentlich zugänglichen Daten

    Blick auf den Innenhof, wo die Holzstruktur des Gebäudes, das begrünte Atrium und die gemeinsamen Räume ein regeneratives und mitarbeiterorientiertes Umfeld fördern.

    Beteiligte
    • Eigentümer
      Senn Resources AG
    • Solar-Energieberater
      Planeco GmbH
    • Fassadenberatung
      Christoph Etter Fassadenplanungen
    Auszeichnungen
    • Auszeichnungen

    • Publikationen

      Projektbeschreibung und Projektdokumentation von Herzog & de Meuron

    CREDITS
    Fotos © Maris Mezulis | Zeichnungen © Herzog & de Meuron

    Kommentare
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    Isa Zanetti