Hortus ist ein Plusenergie-Bürogebäude in Basel, das von Herzog & de Meuron als ein vollständig integriertes System konzipiert wurde, in dem Architektur, Materialien und Energiekonzepte zusammenwirken. Das Projekt besteht aus einer kompakten Holzkonstruktion mit geringem eingebettetem CO₂-Gehalt und basiert auf einem ganzheitlichen Planungsansatz, der darauf abzielt, die Auswirkungen über den ganzen Lebenszyklus hinweg zu minimieren. Die Photovoltaikanlagen sind über das gesamte Gebäude verteilt und bestehen aus einer grossen Anlage auf dem Dach sowie weiteren Installationen entlang der Brüstungen, wodurch vor Ort mehr erneuerbare Energie erzeugt wird, als für den Gebäudebetrieb benötigt wird. In diesem Sinne lässt sich Hortus als „regenerativ“ bezeichnen, da es einen Energieüberschuss erzeugt und die beim Bau verbrauchte Energie im Laufe der Zeit wieder ausgleicht.

Der kompakte Baukörper ist um ein zentrales Atrium angeordnet; ein Innenhof mit Garten, der zu den Gemeinschaftsräumen im Erdgeschoss führt.

Anstatt sich auf einen prägenden Fassaden-BIPV-Ansatz zu stützen, integriert Hortus Photovoltaikanlagen in das gesamte Gebäude und kombiniert eine grosse Dachanlage mit weiteren Installationen entlang der Brüstungen als Teil eines umfassenden Energiekonzepts.

Innenansicht, die die sichtbare Holzkonstruktion und die flexibel nutzbaren Gemeinschaftsbereiche in den Blickpunkt rückt; Interaktion und kollaboratives Arbeiten sollen hier gefördert werden.
| Energieertragsfläche | 5’000 m² (Dach und Fassaden) | – |
| Wirkungsgrad | – | – |
| Nominalleistung | k/A (ca. 1 MWp; verfügbare Photovoltaikfläche als Schätzungsgrundlage) | – |
| Gebäudehülle | Dach und Brüstungen (auf dem Dach installierte Photovoltaikanlage – BAPV – ergänzt durch Photovoltaikelemente in den Brüstungen) | – |

Vor-Ort-Verdichtung von Lehm innerhalb vorgefertigter Holzmodule, wodurch das für das Projekt entwickelte hybride Holz-Lehm-Deckensystem entsteht. Die verdichtete Erdschicht sorgt für thermische Masse und Feuerbeständigkeit und reduziert gleichzeitig die graue Energie des Gebäudes.
Die Gebäudehülle von Hortus ist als modulares und materialeffizientes System konzipiert, das in die ganze Holzkonstruktion integriert ist. Die regelmässige Struktur des Rasters bestimmt den Rhythmus der Fassade und kombiniert repetitive Fensterelemente mit einer mehrschichtigen Konstruktion aus Holz, Zellulosedämmung und anderen natürlichen Materialien.
Die Fassade ist als diskretes, aber in hohem Masse koordiniertes System konzipiert, bei dem Struktur, Öffnungen und Verschattungen innerhalb einer kohärenten architektonischen Logik aufeinander abgestimmt sind. Die Photovoltaikelemente sind selektiv entlang der Brüstungen integriert, während die primäre Energieerzeugung auf dem Dach platziert ist, wodurch sich die Solarenergiestrategie dezentral und nicht dominierenden zeigt.
Die Hülle und die Tragstruktur wurden nach den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft entwickelt, mit trockenen Verbindungen und Holzverbindungen, die eine Demontage und Wiederverwendung ermöglichen. Alle Komponenten sind als Teil eines reversiblen Bausystems konzipiert, das langfristige Materialkreisläufe und Anpassungsfähigkeit unterstützt.

Detailansicht der Fassade, die das mehrschichtige Fassadensystem zeigt, einschliesslich der Holzkonstruktion, der Integration der Fenster und der integrierten Photovoltaikelemente entlang der Brüstung.

Blick auf den Innenhof, wo die Holzstruktur des Gebäudes, das begrünte Atrium und die gemeinsamen Räume ein regeneratives und mitarbeiterorientiertes Umfeld fördern.
CREDITS
Fotos © Maris Mezulis | Zeichnungen © Herzog & de Meuron






